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Zum Interview mit Iris Galey: https://youtu.be/JCbIQ3KdTFE
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Gefühle und Charaktere kann man nicht programmieren. Wenn doch, bräuchte man keine Trainer mehr.
Der Sieg ist zwar nicht alles, aber ohne Sieg ist alles nichts.
Ich akzeptiere jeden Einzelnen, wie er ist.
Ich bin kein Mensch, der den einfachen Weg geht.
Ich habe die Ohnmacht des Trainers kennengelernt und meine Lehren daraus gezogen. Auf der Bank bin ich fast immer so ruhig, wie ich nach aussen wirke. Es brings nichts, nervös herumzuspringen. Man wird nur unglaubwürdig.
Auch ein Trainer hat Gefühle. Aber ich darf nicht menschlich entscheiden. Ich muss das Beste für den Verein tun. Ich habe ein gutes Verhältnis zu allen Spielern, aber eher auf Distanz. Ich will sie nicht zu nahe herankommen lassen, weil ich ihnen auch wieder weh tun muss.
Als Trainer darfst du keine Schwächen zeigen. Der Gesichtsausdruck muss den Spielern Sicherheit geben.
Ich weiss, dass im Fussball so viel passieren kann, dass so viel an Zentimetern oder gar Millimetern hängt. Darum kann ich sehr gut verdrängen und verzeihen.
Ein Mensch, der keine Angst hat, hat auch nicht mehr jene Mechanismen, die ihn vor Leichtsinn schützen.
Meine Gedanken sind immer beim Fussball, auch wenn ich in Urlaub bin.
“Liebe Frau Duan,
vielen Dank für die schönen Fotos, die Ihnen sehr gut gelungen sind. Das Shooting haben Sie sehr gut organisiert und rasch durchgezogen. Kompliment !!
Beste Grüße Ottmar Hitzfeld”
Mega 3 1/2 Stunden Shoot mit Wolfram von Bodecker und Alexander Neander im Januar 2016. Die beiden haben in Paris bei Marcel Marceau die Kunst der Pantomime gelernt. Ihr Mienenspiel ist der Wahnsinn. Diverse meiner Fotos haben auf ihrer Webseite und in Werbematerialien Verwendung gefunden:-)))
Das sagen Bodecker (B) und Neander (N) über ihre Theaterkunst:
B: In einer Zeit, wo man eigentlich immer lauter wird, immer schneller und hektischer und man oft das Gefühl hat, das Wort steht über allem, sind diese kleinen ruhigen Momente Oasen. Die wollen länger im Gedächtnis bleiben als Bilder oder wortüberladene Momente im Leben.
N: Aus dem Nichts machen wir einen 2-stündigen Abend. Die Leute steigen da ein, sind mit Stille konfrontiert, mit dem Spiel und müssen in unsere Welt einsteigen. Plötzlich merken sie, es wird nicht geredet. In dem Moment nehmen sie Teil an unseren Geschichten und müssen ihre Fantasie mitspielen lassen.
B: Marcel Marceau war der grösste Zauberkünstler, den ich je gesehen habe, der nicht mit Requisiten gearbeitet hat. Seine Zauberkunst bestand nicht darin, die unsichtbaren Requisiten sichtbar zu machen, sondern eher die unsichtbaren Welten, die unsichtbaren Gefühle fühlbar zu machen. Das war im Prinzip die Zauberkunst. In den Stunden mit Marcel war es ein grosses aha-Erlebnis, dass er eine Türe aufgemacht hat zu einem riesigen Raum, in dem wir das verwirklichen können, was wir uns als Kinder immer erträumt haben. Und das war nicht nur die Tür, er hat natürlich auch Handwerkszeug dazu gegeben und uns Atmosphäre geschaffen für diesen Raum. Es war eine unglaubliche Liebe zu seinem Metier.
N: In dem Moment, in dem ich angefangen habe, bei Marcel Marceau zu studieren war klar, ich kann das, es macht mir Spass. Die Bestätigung haben wir bekommen, wir haben 10 Jahre mit Marcel die ganze Welt bereist.
B: Man nimmt schon eine gewisse Haltung ein dadurch, dass man in dem Moment ein stilisiertes Gesicht hat. Es macht wahnsinnig Spass, in diesem Moment in die Figur hineinzuschlüpfen.
N: Ich bin nicht mehr der normale, entspannte Alexander, sondern ich bin eben meine Personnage und das hält mich, gibt mir ‘ne gewisse Energie, gibt mir Stärke. Wolfram ist wie er ist. Seine Augenbrauen sind wie ein Flimmern. Das gibt ihm so was Liebes und was Unsicheres und es passt sehr gut, dieser totale Unterschied zwischen uns. Wir versuchen gar nicht daran zu arbeiten, dass wir unterschiedlich sind oder dass er mehr so wirken soll und ich so. Es ist einfach völlig ein Zufall.
B: Alex ist unwahrscheinlich präsent. So lässt er seine Bühnenfiguren erscheinen und nimmt wirklich gut den Raum ein. Mir ist aufgefallen, dass ich mal bei einem Spiel ganz kleine Miniaturbewegungen gemacht habe und die Zuschauer da genau so drauf reagiert haben, wie auf die grossen Bewegungen von Alex. Meine Miniaturbewegungen wirken aber nur dank der Grossräumigkeit von Alexander neben mir so.
B: Die besten Lehrmeister sind eigentlich die Kinder, hab’ ich so das Gefühl. Da ist immer eine Ehrlichkeit in allem, was sie sagen, was sie tun, was sie denken. Da ist nichts doppelt und dreifach überlegt, sondern das kommt einfach aus denen heraus…
N: Das ist wie in der Musik. Wenn man eine tolle Tonfolge hört oder Akkorde von grossen Komponisten, die werden aufgenommen und neu bearbeitet. So finden wir eigentlich immer unheimlich schöne Ideen, auch zusammen mit unserem Regisseur, der seit 15 Jahren mit uns zusammen arbeitet. Mit live Musik zu spielen, vor allen Dingen an Orten, die eigentlich keine Theater sind - das ist eine grosse Herausforderung.
B: All diese Stücke, die wir aus konzertanten Werken machen, sind quasi so entstanden, dass wir uns die Musik verinnerlicht haben und daraus das Bildertheater entwickelt haben, was darauf passt. Diese unmittelbare Nähe von der handwerklichen Musik ist ein unglaublicher Atem, der da zu spüren ist.
N: Es ist wie eine Hochzeit, in der unsere Geschichte und die Musik einen wunderbaren Moment ergeben. Das ist wahnsinnig spannend.
B: Der Humor muss eine Tiefe haben, sonst bleibt er an der Oberfläche und ist auch nicht lustig. Jeder Humor hat auch eine Tragödie in sich und die Tragödie vielleicht auch ein Stück Humor.
N: Das, was man überall auch in der Realität sieht, sieht man plötzlich verlangsamt, verkleinert oder vergrössert und geniesst vielleicht die Momente, die im normalen Leben unrelevant sind.
B: Es ist alles möglich ohne einen einzigen Special Effect. Sondern einfach nur mit dem Spiel, mit dem Einsatz des Körpertheaters, des Bewegungstheaters Welten zu schaffen,
N: Diesen Moment, dem Publikum zu zeigen, dass man was ganz Grosses macht, aber eigentlich ist es ja nur dieses ganz normale Mensch sein - das ist unheimlich schön. Dieses Simple mag das Publikum.
Hier findet ihr ein Video, das die meisten o. g. Textpassagen und Clips aus Vorführungen enthält: https://vimeo.com/68449671. Mir gefällt die Scene ganz zum Schluss am besten. Und euch?
Wenn ihr mehr über die Arbeit von Bodecker und Neander erfahren möchtet, schaut euch auch ihre Webseite an: http://bodecker-neander.de.